YuKa!N***

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Der Vertrag

„Dieser schreckliche Wind!“

Marcs Haare standen zum Himmel. Dabei hatte er sie erst gerade ordentlich gekämmt. Er dachte darüber nach wie lustig er jetzt aussehen würde. Sein bester Anzug war voll von kleinen Stöcken, Dreck und manchmal Taschentüchern, welche von den Wind an sein Anzug gepresst wurden.

„Du verdammter Wind! Verschwinde!“, schrie Marc und bog in einer Seitenstraße ein.

Dort sah er in leuchtender Schrift „Café André“. Und entschloss sich eine Pause in dem Café zu machen. „Nur so lang bis der Wind abschwächt“, schwor er sich selbst leise.

Der Duft von frisch gekochten Expresso und Capuchino lag in der Luft und lies Marcs Gourmet Herz höher schlagen.

Vergeblich suchte er nach einen freien Tisch, denn der kleine Laden war ziemlich voll. Wahrscheinlich suchten alle Schutz vor dem Unwetter.

Dieses Gedränge verursachte eine Menge Lärm, so das man schreien musste um sich verständlich zu machen. Dies wiederum führte wieder zu mehr Lärm und lies das kleine Café viel eher wie ein Marktplatz aussehen als ein gemütlichen Laden.

„Aber gemütlich ist es trotzdem“, dachte Marc nachdem ein Platz an der Theke frei wurde, “und so schön warm.“

Er bestellte sich einen Schokoladen Cappuchino mit extra Schaum und Schokoraspeln.

Während er auf seine Schoko-Koffeinbrühe wartete, beobachtete er die Kelnerinnen bei ihrer Arbeit. Nachdem er ihre Kurven überflogen hatte kam auch schon sein Capuchino.

Als Marc in ihn hineinblickt fragte er sich selbst, warum er immer noch solo sei. Dabei hatte seine Frau ihn schon vor Jahren verlassen.

Es war die Angst vor wiederholte Enttäuschung und Vertrauensbruch, die ihn nicht binden ließen. Zum Glück war es in seine Arbeit nicht so. Einmal unterschrieben, so kann man nur noch schwer den Vertrag los werden. Nicht das er schlecht oder böse sei. Aber dank ihnen hatte er jeden Tag eine leckere Mahlzeit und ein warmes Bett.

Marc seufzte, wie er sich doch nach sein Bett sehnte. Aber unglücklicherweise musste er mit dem Vertrag zu seinem baldigen Kunden hinkommen. Was eigentlich merkwürdig war, denn normalerweise kommen seine Kunden zu ihm, zu seinem warmen Büro.

Marc seufzte schon wieder, nach den Gedanken an sein Büro.

Sie hatten den Vertrag bereits eine Woche vorher telefonisch ausgehandelt. Der Kunde war völlig zufrieden, deshalb war Marc so optimistisch.

Die Gesundheit seines baldigen Kunden erlaubte es nicht vor der Tür zu gehen. Daher schlug Marc vor, persönlich mit den Papieren zu kommen. Was zu der Zeit ein kleines übel war, denn das würde sein größtes Geschäft werden. Wenn alles Glatt läuft.

Seine Tasse war leer und sein Körper erfüllt von wärme. Auch wenn er zwanzig Minuten Verspätung hatte so glaubte er, es wäre nicht weiter schlimm. Mit Zuversicht und wohliger Wärme stürzte er sich zurück in den Sturm.

Etwa fünfzehn Minuten später erreichte er endlich ein großes Anwesen. Er klingelte und wurde hereingebeten. Im Wohnzimmer wurde er bereits erwartet.

„Ah! Sie müssen Herr Klasel sein!“, sagte Marc in freudiger Erregung und schüttelt ihn die Hand, „es freut mich, sie persönlich kennen zulernen.“

„Freut mich auch, Herr Tal. Doch muss ich ihnen mitteilen das ich den Vertrag nicht unterschreiben kann. Wir haben vor zehn Minuten ein besseres Angebot bekommen. Tut mir leid, dass sie den Weg umsonst gemacht haben. Auf wiedersehen.“, antwortete Herr Klasel mit einem entschuldigenden Lächeln.

Er ging aus dem Zimmer und lies Marc allein.

2.9.07 12:16
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Eileen / Website (2.9.07 12:26)
dumm gelaufen oô

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